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Als ich am 24. September um 8.30 Uhr mit meinem Fahrrad zur Stadtkirche „St. Peter und Paul“ kam, erwartete mich ein sehr amüsantes Bild:
Die Konfirmandinnen und Konfirmanden der 7. Klasse aus Weimar und Oberweimar mit ihren Pfarrerinnen und Pfarrern wuselten mit ihren unterschiedlichsten Fahrrädern, die Fahrradhelme auf dem Kopf oder unterm Arm in bunten Haufen gemischt über den Herderplatz. Uns allen war bis dahin nicht ganz klar, ob die Radtour stattfinden oder ob sie sprichwörtlich ins Wasser fallen würde, denn es regnete und der Himmel war katzengrau.
So war es erst einmal gut, in die trockene Kirche zu gehen und mit Psalmen und Orgelklängen Gott zu loben und ihn um Sonne zu bitten. Die leuchtet zwar nach der Andacht nicht am Himmel, aber in den Herzen. Und so entschieden wir uns für die Radtour und fuhren in einer gut geordneten Kolonne durch den Park an der Ilm nach Oberweimar, vorbei an der ehemaligen Klosterkirche St. Peter und Paul. Der Weg bis dahin war noch recht verträglich, die Stimmung war zufrieden und von Spaß geprägt. Nach kurzem Stopp ging es weiter über Taubach und Mellingen nach Oettern. Diese Strecke war schon recht schlammig, so dass irgendwie alle recht besprenkelt aussahen. Die Radtour ähnelte eher einer Crosstour, die dadurch noch spannender und aufregender war und viel Stoff für Gespräche bot. Dass Kennen lernen wurde dadurch recht einfach, denn alle machten das gleiche durch und das schweißte zusammen. In Oettern gab es dann endlich eine Rast mit Getränken und Motivationssüßigkeiten, denn es regnete und regnete und die ersten stießen so langsam an ihre Grenzen. Die Konfis erholten sich aber schnell und entwickelten sogar Kräfte für Neckereien und kleine Späßchen. Doch es dauerte nicht lange und wir hatten den ersten Verletzten zu beklagen. Ein Mädchen hatte sich beim Radeln den Fuß verletzt. Doch das war kein Problem, denn unser Jugenddiakon begleitete die Radler mit einem Kleinbus, in den das verletzte Mädchen samt Rad eingeladen wurde. Dann ging es weiter nach Buchfahrt, wo es eine kurze Pipi-Pause gab, die auch dringendst nötig war. Denn wenn man von allen Seiten mit Wasser besprengt wird, ....
Von Hetschburg nach Bergern führte dann der Weg immer steil bergauf. Auf diesem Stück gaben dann einige auf. Sie waren total am Ende ihrer Kräfte (nicht ganz taugliche Fahrräder und fehlende Kondition trugen dazu bei), so dass der Kleinbus nun zum Shuttle der Erschöpften wurde. Von Bergern ging es dann aber nur noch bergab nach Holzdorf, wo unser Ziel auf uns wartete: das Landgut der Diakonie. Dort schlürften wir in der Recycling-Bar leckere Kürbissuppe und genossen frisch aus dem Steinofen gebackenes Brot. Im Anschluss gab es zur Freude aller Riesenpizzas aus dem Steinofen. Alle Strapazen und das schlechte Wetter der Radtour schienen nun weit entfernt und die Stimmung erreichte das Hoch, das wir uns für diesen Tag auch vom Wetter gewünscht hatten. Das allerdings ließ sich von unserem Hoch nicht beeinflussen und zeigte sich weiter von der nassen Seite. So versammelten wir uns zu einem gemeinsamen Abschluss, und stiegen wieder auf die Räder gen Heimat. Kurz nach Gelmaroda platzte noch ein Fahrradreifen. Aber ansonsten verlief die Heimfahrt ruhig. Alle hatten trotz des nassen, kalten und windigen Wetters viel Spaß beim Radeln und freuen sich schon riesig auf die gemeinsame Konfizeit!
Melanie Krenze
