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Vor
langer, langer Zeit gab es in Weimar-West eine Junge Gemeinde, aus der
im Frühjahr 1991 die Idee kam, einmal nach Rumänien zu fahren,
um "dort irgendwie zu helfen". Man hatte von einem Kinderheim
in Ineu erfahren, und 17 junge Leute machten sich zum ersten Mal auf den
Weg. Das ist nun, im Frühsommer 2001 genau 10 Jahre her
Mittlerweile zählt der Rumänienfreundeskreis 157 Mitglieder.
Einige von ihnen sind nur ein einziges mal mitgefahren, andere auch ein
zweites mal, und wieder andere 8, 12 oder gar 22 mal. Einige wollten ganz
schnell wieder zurück, andere nach der Rückkehr am liebsten
gleich wieder hin, und manche sind für einige Monate oder sogar für
immer in Rumänien geblieben...
Bei 3 Fahrten pro Jahr ist viel geschehen: Spielplatzbau, Sportplatzbau,
Baumpflanzungen, Zeltlager, Weihnachtsbescherungen, Silvesterfeiern, Sportspiele
und Konzerttourneen. Es sind Ideen, Kontakte und Freundschaften entstanden,
die auch vielfache Gegeneinladungen nach Weimar zur Folge hatten.
Eigentlich ist der Freundeskreis noch viel größer, denn es
zählen auch alle dazu, die von Weimar aus mit dazu beigetragen haben,
dass mit Kleidung, Baumaterialien, Haushaltsgegenständen, Fahrrädern,
Spielgeräten, Bastelsachen, Süßigkeiten, Weihnachtspäckchen,
Heizkesseln, Transportfahrzeugen und natürlich auch mit Geld alles
Mögliche und Unmögliche auf die Reise ging.
Zum Freundeskreis gehören weiterhin alle, die uns bei den organisatorisch-bürokratischen
Notwendigkeiten einiger Projekte unterstützten, und auch alle Vereine
und Personen, die mit ihren Möglichkeiten oder gar eigenen Ideen
Gäste aus Ineu nach Weimar geholt und sie empfangen und beherbergt
haben. Es wären sogar die 157 Eltern dazuzurechnen, besonders jene,
die ihre Kinder noch heute lieber in einen richtigen und sicheren Urlaub
fahren sehen würden.
Freunde
aus anderen Rumäniengruppen gehören natürlich auch dazu
- kurzum: eigentlich alle, die sich der Idee verbunden fühlen. "Einige
haben in der Rumäniengruppe ihre Jugend verbracht", hat Hardy
Rylke mal gesagt. Spätestens bei dieser Feststellung sollte es auch
den letzten klar geworden sein: Die Sache funktioniert seit 10 Jahren!
Das muss kein Grund zu Höhenflügen oder Selbstbeweihräucherung
sein, aber auch keiner zu falscher Bescheidenheit.
Der Anlass sollte sich also lohnen, einigen Fragen nachzugehen, die nach
10 Jahren Rumänienhilfe anstehen:
Was ist eigentlich aus den Freunden geworden, die man vor Jahren das letzte
mal gesehen hat ?
Wie war denn das mit all den lustigen und nachdenklichen Begebenheiten,
mit den kleinen, großen und ganz großen Momenten ?
Wie viele Rumänienfreunde, Geldgeber und Unterstützer
gibt es, die schon seit Jahren durch ihr Engagement
miteinander verbunden sind, aber eigentlich nichts voneinander wissen
?
Was ist Rumänienhilfe - Abenteuer, Märtyrertum, Hilfe
oder keine Hilfe zur Selbsthilfe ?
Was gibt es Aktuelles aus Rumänien zu berichten ? Wie geht
es im Kinderheim weiter ?
Werden die Gäste aus Ineu einige Geheimnisse der rumänischen
Koch- und Backkunst verraten ?
Oder gar das Geheimnis, warum der rumänische Pflaumenschnaps so gesund
ist ?
( aus der Einladung zum 10jährigen Bestehen des Freundeskreises Weimar-Ineu )
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