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Der Rumänienfreundeskreis Weimar-Ineu
Unser Freundeskreis ist aus einer Jungen Gemeinde in Weimar entstanden und umfasst ca. 50 junge und junggebliebene Leute. Wir finden uns unter dem Dach der Evangelischen Kirche zusammen, die als Institution auch unser offizielles Standbein ist. Kirchliche Bindungen sind aber keine Bedingung.
1991 hatten wir eigentlich eine einmalige Hilfsaktion geplant, aus der sich ein dauerhafter Kontakt entwickelt hat. Wir fahren 3 mal im Jahr mit 10 bis 20 Leuten nach Ineu. Die Fahrten und Aktionen werden mit den Partnern auf rumänischer Seite abgesprochen und natürlich bei den regelmäßigen Vorbereitungstreffen von allen Teilnehmern geplant und organisiert.
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Das (ehemalige) Kinderheim
Das Kinderheim in der nordöstlich von Arad gelegenen Kleinstadt Ineu zählt(e) jahrelang zu den größten Heimen in Rumänien und beherbergte ca. 500 Jungen (und seit 1994 auch Mädchen) im Alter von 6 bis 18 Jahren. Ein Drittel der Kinder und Jugendlichen haben keine Eltern oder wurden von ihnen ins Heim abgegeben. Dort bekommen sie eine Schul- und nach Möglichkeit auch eine Berufsausbildung in verschiedenen handwerklichen Berufen. Mit dem Neubau aller Gebäude haben sich die Lebensbedingungen in den vergangenen Jahren wesentlich verbessert, und auch die Betreuung der Kinder entspricht nicht mehr den Fernsehbildern aus der Wendezeit. Das größte Problem sind dennoch durch Heimaufenthalt und familiäre Herkunft bedingte soziale Störungen und Auffälligkeiten.
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Die (neuen) Familienhäuser
Im Frühjahr 2003 wurde das Kinderheim aufgelöst und umstrukturiert. Der Grund dafür sind EU-Anpassungsgesetze, was im Klartext heißt: Abbau der riesigen, anonymen und uneffektiven Heimstrukturen, die oftmals immer noch das Bild Rumäniens prägen.
Die Umstrukturierung macht aus dem Heim ein Berufsschulzentrum mit Internat. Die Grundschule bleibt jedoch für 30 Waisenkinder erhalten. Sie gehen hier weiterhin zum Unterricht, leben aber nun in familienähnlichen Strukturen, nicht mehr im Heim. Das wird ermöglicht, weil Rumänien im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe eine Trägerstruktur entwickelt, wie wir sie aus Deutschland kennen. Ein solcher sozialer Träger ist der von Mitarbeitern des Kinderheimes gegründete Verein IMPREUNA (Gemeinsam). Er betreut die Kinder und hat in Ineu und Umgebung Häuser gekauft, in denen je fünf Pädagogen arbeiten. Die ersten 3 Häuser weitere sollen folgen sind im September 2003 nach einer umfangreichen und liebevollen Renovierung bezogen worden. Die Erzieher absolvieren nun auch eine sozialpädagogische Ausbildung, somit ist umfassend für das Wohlergehen der Kinder gesorgt.
In der Verantwortung von Impreuna liegt auch die Ferma, ein landwirtschaftliches Anwesen, auf dem die jungen Erwachsenen leben und arbeiten, die das Heim nach dem Abschluss ihrer Ausbildung verlassen (müssen). Sie finden keine Arbeit und würden mehrfach durchs dünne soziale Netz fallen. Auf der Ferma soll ihnen ein sicheres und selbstbestimmtes Wohnen und Arbeiten ermöglicht werden.
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Unsere (bisherige) Arbeit
Die ersten Jahre haben wir uns ausschließlich mit handwerklichen Arbeiten beschäftigt. In der Schule haben wir die Elektroinstallation erneuert, mit einem großen Abenteuerspielplatz aus Holz und einem Rasenfußballplatz haben wir für die Großen und Kleinen neue Freizeitangebote geschaffen, und der neue Innenhof des Heimes wurde mit Bäumen und Sträuchern und einer Pergola grüner und wohnlicher gemacht.
Neben der Arbeit für die Kinder ist im Laufe der Jahre auch eine Arbeit zusammen mit den Kindern entstanden. So fanden gemeinsame Zeltlager, Frühlingsfeste, Ferienspiele und Weihnachts- und Silvesterfeiern statt mit Diskos, Tanzwettbewerben, Chor- und Theateraufführungen, Sportspielen und vielem mehr. Diese waren für alle Beteiligten vergnüglich und lehrreich zugleich, denn es ging in einem gegenseitigen Geben und Nehmen um ein gutes Kennenlernen und ein wunderbares Entdecken von manch verborgenen Fähigkeiten.
Damit die Freundschaft nicht einseitig bleibt, hatten wir unter anderem den Chor des Heimes, eine Fußballmannschaft und eine Gruppe Gärtnerlehrlinge in Weimar zu Gast. 1999 haben wir das Kulturstadtjahr-Programm mit der Fotoausstellung BUNA-SALVE-GUTENTAG bereichert, in der wir einen Besuch aller Kinder in Weimar symbolisch mit einem Porträtfoto stattfinden ließen.
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Unsere (zukünftige) Hilfe
Wir werden das Leben und Lernen der Kinder weiterhin begleiten. Zu den Familienhäusern besonders zu jenem, dessen Kauf wir mit einer Spende von 5000 Euro ermöglicht haben soll ein enger Kontakt gehalten werden. So wissen wir genau, wo etwas fehlt und richten unsere Hilfe an diesem Bedarf aus.
Der Schwerpunkt unseres Engagements liegt jetzt in der Unterstützung der Absolventen auf der Ferma. Für dieses Projekt haben wir in den vergangenen Jahren mehrere Schafe, zwei Kühe, den Bau einer Wasserleitung, den Ausbau der Elektroinstallation und andere Arbeiten und Aktionen organisiert. Auf dem Weimarer Blumenmarkt haben wir zum Beispiel Besen verkauft, die die Jugendlichen hergestellt haben. Und in dieser Richtung soll die Hilfe weiter gehen.
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Nach der Umstrukturierung geht es nun nicht mehr um 500 schlecht versorgte Kinder, sondern um ca. 50, denen es mittlerweile bedeutend besser geht. Vieles bewältigen die Rumänen nun (endlich) allein. Und da, wo unsere Unterstützung und Erfahrung gebraucht wird, bringen wir uns ein, denn die Hilfe ist weiterhin nötig. Schließlich geht es auch um jahrelange Kontakte und persönliche Freundschaften und die wollen wir nicht einfach so aufgeben.
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Wir sind interessiert an Geld- und Sachspenden und unterstützen damit in den Familienhäusern und auf der Ferma die Anschaffung von Ausstattung, den Innenausbau und die Gestaltung der Außenanlagen, außerdem natürlich verschiedene Freizeitaktivitäten nach gewohnter Manier in den Oster-, Sommer- und Weihnachtsferien.
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Für Fragen, Ideen, Sympathisanten und Mitfahrwillige stehen wir gern zur Verfügung:
www.junge-gemein.de ~ Angebote ~ Rumänienfreundeskreis
e-mail: ev.jugend-weimar@ejth.de
Pfarrer Hardy Rylke, Am Jakobskirchhof 9, 99423 Weimar,
Tel. + Fax 03643 904575
Jens Welscher, Schopenhauerstraße 27, 99423 Weimar,
Tel. 03643 772261
Kristin Mälzer, Henßstraße 12, 99423 Weimar,
Tel. 03643 908128
Spenden für unsere Arbeit sind jederzeit willkommen.
KontoNr.: 010 800 5796
EKK Eisenach, BLZ 820 608 00,
Inhaber: Superintendentur Weimar
Kennwort: Kinderheim Ineu
© RUMÄNIENFREUNDESKREIS WEIMARINEU 3/04
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